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Abgastests an Menschen? "Na und, das machen wir doch schon lange!" Thomas Markdorf (Name von der Redaktion geändert), Forschungsleiter der "Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT)" – deren Webseite www.eugt.org derzeit nicht erreichbar ist, zeigt sich verwundert über die plötzliche Empörung der vermeintlich "aufgedeckten" Versuche.

"Tests mit der Entlassung von feinstaubigen Rückständen der Treibstoff-Verbrennung in die Atemluft sind seit jeher gang und gäbe und erst recht kein Geheimnis." Darüber hinaus zeigen steigende Absatzzahlen trotz der Manipulation von Abgaswerten, dass Autokäufer in der Emission von mindestens 140 Gramm CO2 pro Kilometer keinen Grund zu Kritik und Sorge erkennen.

Auch wenn die Zuführung von Auto-Abgasen "intuitiv die Vermutung zulasse, dass dies schädlich sein könnte", so sei wissenschaftlich nur unzureichend geprüft, inwieweit dies langfristig und vor allem unter Ausschluss anderer Umwelteinflüsse (Waldbrände, Vulkanausbrüche, Kuhfürze, Mundgeruch, etc.) eindeutig zu Einschränkungen der Gesundheit führe.

"Niemand, der wirklich bei Verstand ist, würde wohl ein Auto kaufen, wenn klar wäre, dass während einer Fahrt von 100 Kilometern 14 Kilo Material in die Atemluft geblasen wird, welches nachweislich gesundheitsschädlich ist", so Markdorf weiter. "Bei 1000 Fahrzeugen sind das ja schon 14 Tonnen. Wäre das schädlich, dann hätten wir es hier glatt mit vorsätzlicher Körperverletzung oder suizidalen Tendenzen zu tun."

→ Diesel engine exhaust and lung cancer risks – evaluation of the meta-analysis by Vermeulen. 2014"