Laut Ärztestatistik (aktualisiert) arbeiten in Deutschland so viele Ärzte wie noch nie. Dennoch warnt die Bundesärztekammer vor erheblichen Engpässen in der medizinischen Versorgung, denn ein nicht geringer Anteil der Ärzte arbeitet lediglich in Teilzeit, womit das Mehr an Personal nicht automatisch zu einem Mehr an Versorgung führt. Speziell in ländlichen Regionen sorgt fehlender Nachwuchs zudem für einen Praxisschwund.

Um Versorgungsengpässen entgegenzuwirken, gestattet die Bundesregierung in Abstimmung mit der Bundesärztekammer ab September 2019 den Direkt- bzw. Quereinstieg von Metzger/innen. Laut Bundesministerium seien in dieser Berufsgruppe anatomische Grundkenntnisse gegeben, übliche Beschwerden aus persönlichen oder Erfahrungen aus dem Bereich der Tierverarbeitung geläufig und kleinere bis mittlere chirurgische Eingriffe aufgrund der bisherigen Tätigkeit – mit dem Unterschied des nun neuerlichen Zieles der Lebenserhaltung – Teil vorhandener und übertragbarer Kernkompetenzen.

Ärztemangel – Bundesregierung erlaubt Quereinstieg von Metzger/innen - Satire, oder?

Ein Blick in die Praxis.

Fortbildungen, in deren Rahmen die Verfahrenstrennung von Tierverarbeitung und Menschenbehandlung im Fokus steht, sollen den Umstieg erleichtern und fehlerhafte Herangehensweisen wie z. B. eine versehentliche Verwurstung vermeiden helfen sowie eingefleischte, mithin grobschlächtige Arbeitsgewohnheiten den neuen Anforderungen anpassen. Berufswechslern ist es zudem gestattet, neben der allgemein- oder fachmedizinischen Praxis auch ein Fleischerei- bzw. Wurstfachgeschäft zu führen oder dieses in den laufenden Praxisbetrieb zu integrieren – z. B. via neuer und erwünschter Impulse auf dem Felde alternativer Therapien wie beispielsweise der noch in den Kinderschuhen steckenden Blut- und Leberwurst-Homöopathie oder der Schnitzelakupressur.

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