ANZEIGE

Dem heutigen Vorwurf von Lobbycontrol, die Bundesregierung habe Passagen einer von ihr im Rahmen des Armuts- und Reichtumsberichts selbst in Auftrag gegebenen Studie zensiert, hat das Ministerium für Arbeit und Soziales in den Abendstunden mit deutlichen Worten widersprochen.

Von Zensur könne laut Regierungssprecher Steffen Seibert keine Rede sein. Vielmehr sei es die Aufgabe der Bundesregierung, die positive Einstellung einkommensschwacher oder von Armut betroffener Bürgerinnen und Bürger zu fördern und nicht durch "Haarspaltereien" zu unterminieren. Wer dem Staat bei der Wahrnehmung seiner Fürsorgepflicht eine Verfolgung unlauterer Interessen unterstelle, schade dem Wohle der Menschen in Deutschland.

Armutsbericht 2017

Das Ministerium verwies auf eine bereits 2009 veröffentlichte Studie von Seiten der University of Pittsburgh. Dieser Studie sei deutlich zu entnehmen, dass positives Denken körperliche Gesundheit und psychische Standfestigkeit stärke. Armut und niedrige Einkommen seien demnach auch eine Folge des Mangels an einer positiven gedanklichen Ausrichtung und Vertrauen – in sich selbst oder z. B. in die gerechte Arbeit der Bundesregierung zum Wohle der Bevölkerung.

Gestützt werde diese Studie durch zahlreiche positive Rückmeldungen seitens namhafter Industrieunternehmen und Finanzdienstleister. Nach deren eigenem Bekunden wäre diesen ohne entsprechendes Vertrauen in ihr eigenes, aber auch das Handeln der Bundesregierung, niemals der Erfolg möglich gewesen, welcher sie seit Jahren hat zahlreiche Krisen überstehen lassen. Zudem stärke positives Denken die Eigeninitiative, was zu beständig intensiven Bemühungen um gegenseitige vertrauensbildende Maßnahmen führe und auch eine deutlich verbesserte Durchsetzung von unternehmerischen Interessen fördere.

Armutsbericht 2017