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Um kurz nach sieben Uhr twitterte Junckers Kabinettschef Martin Selmayr ein Bild, welches zunächst zu Irritationen führte. Die Botschaft: "Der Deal zwischen Briten und der EU steht". Überraschend derweil die konsequente Umsetzung des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU: In Abstimmung mit dem britischen Parlament beabsichtigt Premierministerin Theresa May die Verlegung der Inselgruppe jenseits der EU-Grenzen – binnen Jahresfrist.

Bereits in den Morgenstunden begannen dem britischen Außenministerium zufolge Tiefsee-Bergarbeiter mit der Loslösung der Hauptlandmasse von der kontinentalen Verankerung. Nordirland entschied sich in letzter Minute gegen eine physische Abtrennung von der irländischen Insel, verspricht aber politische Isolation.

Brexit: Leinen los!

Brexit: Leinen los – Erste geolokale Verlegung von Staats-Territorium setzt Maßstäbe.
Bildquelle: Wikimedia Commons (Public Domain)

Um ein Gelingen der Unternehmung zu gewährleisten, unterliegt die Auswahl der für die Abschleppung infrage kommenden Schlepperkapitäne sehr strengen Kriterien. Demnach hat ein (ausschließlich britischer) Bewerber im Rahmen eines komatösen Ausschlussverfahrens seine Trinkfestigkeit unter Beweis zu stellen.

Nach dem Willen der zu diesem Behufe gegründeten "UK-Towing Ltd." muss ein Anwärter auf den Posten eines Schiffsführers nach dem Genuss von 4 Flaschen Whiskey, 2 Flaschen Gin und einer Zitrone noch in der Lage sein, den mit 3182 Versen zu Buche schlagenden Inhalt des frühmittelalterlichen Heldengedichts Beowulf fehlerfrei aufzusagen. Gleichzeitig ist mit der linken Hand eine lebensechte Statuette von Queen Elisabeth II aus einer Teigmischung von Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl anzufertigen und in einem umgedrehten Magen zu verkochen.