Strafzölle, Ausscheren, Austreten und Sonderwege im Rahmen geltender Handelsverträge, die einseitige Beendigung des Atomabkommens mit dem Iran, die Verlegung der US-Botschaft in Israel nach Jerusalem, Shake-Hands mit einem offenkundig menschenrechtsverletzenden Diktator alter Schule zum Preis eines eindeutigen Ansehens- und Verlässlichkeitsverlust der USA: Handelt Donald Trump auf Weisung Dritter?

Berichten der New York Times zufolge geht der US-Auslandsgeheimdienst CIA derzeit Informationen nach, welche eine Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten von Amerika "extrem" nahelegen. Entgegen bisheriger Untersuchungen hinsichtlich des Zustandekommens der Präsidentschaft von Donald Trump führen die Fäden jedoch nicht wie wiederholt kommuniziert nach Russland, sondern mitten in das Herz Europas.

Unter Geheimhaltung stehende Quellen belegen offenbar den Fluss erheblicher Geldmittel von Seiten europäischer Regierungen – allen voran Deutschland und Frankreich – in die Unterstützung der Kandidatur von Donald Trump. Hierbei vornehmlich in die Beförderung positiver Befürwortungen und Berichterstattung durch gefälschte Social-Media-Accounts und populäre Medienblogs wie Breitbart oder InfoWars. Übersehen wurden dabei lediglich die falsch eingeschätzten finanziellen Interessen einer Prostituierten, welche kurzzeitig für Unruhe sorgten.

Donald Trump Agent der EU?

Donald Trump eine Marionette der Europäischen Union?
Foto-Quelle: Gage Skidmore – CC-BY-SA-2.0

Laut CIA gebe es deutliche Indizien für ein Fremd-Interessen gesteuertes Handeln Trumps, welches eine Neuausrichtung der Weltgemeinschaft ohne multi-hegemoniale Führungsrolle der USA und die Vorreiterschaft westlicher EU-Staaten begünstige. Die zahllosen Alleingänge und unerwarteten Hakenschläge Trumps führten nicht nur Kritikern zufolge zur Häufung von Abseitspositionen auf dem politischen Parkett, sondern stoßen auch bis dato politische Partner vor den Kopf, welche zusehends Gefahr laufen, sich neuen Partnern zuzuwenden und über Jahre gefestigte Bindungen zu den USA zu lösen. "Der Vertrauensverlust ist inszeniert", heißt es da in einem Bericht.

Auch wirtschaftlich stehen laut ersten CIA-Analysen die Austritte und Rückzüge aus bestehenden Handelsverträgen – z. B. aus dem bereits ausgehandelten Freihandelsabkommen TPP (Trans-Pazifische Partnerschaft) – weniger unter dem Stern der Stärkung der Handelsbeziehungen und einer maßgeblichen Rolle der USA, denn dem des Verlusts selbiger. Vorsätzlich.

CIA-Chef-Analytiker Robert Meyers (Name von der Redaktion geändert) sieht in teilweise "pathologisch anmutenden, sprunghaften Richtungswechseln", wie zuletzt dem beim G7-Gipfel in Kanada Anlass zur Skepsis gegenüber "einigen Partnern". Sowohl vergangene als auch aktuelle Entscheidungen des US-Präsidenten, vor allem aber deren schon im Vorfeld prinzipiell abzusehenden und wider aller politischen Natur nicht abgewogenen Konsequenzen, erscheinen laut Meyers ohne den Tatbestand einer Fremdeinwirkung und letztlich -bestimmung nicht einmal ansatzweise "nachvollziehbar".

Donald Trump drohte indes auf Twitter, die designierte CIA-Chefin Gina Haspel im Falle weiterer Ermittlungen gegen ihn noch vor deren Amtsantritt "mit ihrem Hexenbesen aus Langley hinauszufegen".