ANZEIGE

Nach der Rückgabe eines von Daimler zu Testzwecken gemieteten, nahezu schrottreif gefahrenen Tesla, belegen dem DER ZEITSPIEGEL zugespielte, interne Strategieapiere von Daimler die Verfolgung eines gezielten und vernichtenden Test- und Probefahrt-Feldzugs gegen den amerikanischen Elektroauto-Hersteller.

Die Strategie ist denkbar einfach und effizient: Bei einer augenblicklichen Jahresproduktion von etwa 100.000 Fahrzeugen bedarf es für "Probefahrten" an den Rand der Schrottreife laut Daimler pro Fahrzeug lediglich 1,48 Stunden – ohne Über- und Rückführung von/zu den Teststrecken. Unter dem Strich kalkuliert Daimler 12.300 Tag- und Nachtschichten seitens 100 instruierten Mitarbeitern, um binnen 60 Tagen die komplette Fahrzeugproduktion Teslas an den Rand der Unverkäuflichkeit zu manövrieren – und wertvolle Zeit zu gewinnen.

Daimler vs. Tesla: Testfahrt

Daimler vs. Tesla: Die Probefahrt-Strategie – Schrottreif gefahrene Fahrzeuge nur schwer verkäuflich

Bei einem derzeitigen Mietpreis in Höhe von 128 Euro pro Tag (SIXT USA) ist laut Daimler-Chef Dieter Zetsche "für nur 12,8 Millionen Euro mehr gewonnen als verloren." Zu diesem Preis (kostenlose Probefahrten bei Vertragshändlern nicht berücksichtigt) einen Konkurrenten kurzfristig gegen Null laufende Verkaufszahlen zu bescheren ist selbst unter Branchenkennern ein Schnäppchen – und deutlich günstiger als die investitions- und innovationsintensive Entwicklung eines ebenbürtigen Fahrzeugs.

Daimler vs. Tesla: Bad but happy!