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Nach der Ankündigung der SPD, sich im Wahlkampf des Themas ausufernder Managergehälter annehmen zu wollen, hat die per Eilverfahren ins Leben gerufene Vereinigung deutscher Spitzenverdiener (IG VIP-Lounge), angesichts einer drohenden Beschränkung der Einkünfte ihrer Mitglieder, die Einrichtung von Tafeln für möglicherweise betroffene Geschäftsführer und Top-Mitarbeiter angekündigt. "Es steht zu befürchten, dass die ein oder andere Führungskraft in Deutschland seinen oder ihren z. T. leistungsergebnisunabhängigen Lebensstandard so nicht mehr wird aufrecht erhalten können. Wir möchten schon im Vorfeld einer derartigen Regelung eine Verelendung in den Chefetagen verhindern und haben uns von daher zu dieser Maßnahme entschlossen. Dies muss geschehen, solange uns noch Geld für soziale Einrichtungen dieser Art zur Verfügung steht.", so Hans-Magnus Pekunia, Sprecher der IG VIP-Lounge.

Debatte um Managergehälter: Tafel der IG-VIP-Lounge eröffnet

Notdürftiges Provisorium: Die erste Tafel der IG VIP-Lounge

Bereits kurz nach Erscheinen der ersten Pressemitteilung ob der Gründung der Vereinigung gingen die ersten Hilferufe bei der provisorisch eingerichteten Telefon-Hotline der IG VIP-Lounge ein. "Die Situation ist dramatisch. Wir haben es mit verzweifelten Menschen zu tun, die nicht mehr ein noch aus wissen. Schon jetzt befürchtet ein Großteil der Hilfesuchenden, Platzreservierungen in Top-Gastronomie und Kultureinrichtungen wie z. B. der Elbphilharmonie nicht mehr aufrecht erhalten zu können. Nicht wenigen wird – sollte die Debatte zu tatsächlichen Einschränkungen führen – der Besuch von VIP-Bereichen versagt bleiben. Am Ende steht die soziale Isolation und Vereinsamung. In diesem Milieu ist man schneller draußen, als man reingekommen ist. Wir stehen vor einem Dilemma.", so Margarethe von Kohlen und Reibach, Leiterin der Telefonzentrale.

"Wer jetzt wegsieht, kann später zu niemandem mehr aufsehen"

Erste Notdienste und freiwillige Helfer versorgen die Betroffenen mit Care-Paketen, um zunächst wenigstens den Mindestbedarf an Champagner und flambierten Ameisenbrüstchen zu decken und eine größere humanitäre Katastrophe zu verhindern. Auch gibt es mobile Kosmetikpraxen, in welchen traumatisierte Angstpatienten sich die Sorgenfalten kostenlos mit Botox behandeln lassen können.

"Es ist eine menschliche Tragödie, die sich hier abzeichnet", so Winfried Kempowski, ein freiwilliger Helfer aus Hamburg. "Der Schock sitzt tief und viele Personen mussten per Erster-Klasse-Nottransport in 5-Sterne-Spezialeinrichtungen in der Schweiz, Monaco oder Südfrankreich ausgeflogen werden, da sie vor Ort nicht angemessen versorgt werden können." Wer jetzt wegsehe, könne später zu niemandem mehr aufsehen.

Winfried Kempowski ist Leiharbeiter in einem großen deutschen Dax-Unternehmen. Als vollzeitbeschäftigter Hartz IV-Aufstocker hat er die einschneidenden Folgen verminderten Einkommens nach jahrelanger regulärer Beschäftigung am eigenen Leibe erfahren und sich heute auf eigene Kosten freigenommen. "Wenn diesen Menschen jetzt so übel mitgespielt wird, kann ich nicht einfach dasitzen und so tun, als wäre nichts geschehen. Woran soll man denn noch glauben, wenn jetzt die Spitze wegbricht?", so Winfried unter Tränen.

Winfried wurde vor 12 Jahren aufgrund gleichbleibender Gewinne und trotz des Verzichts auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld notgedrungen gekündigt und über eine unternehmensbeteiligte Zeitarbeitsfirma unter'm Strich unter Tarif wieder eingestellt. "Das hat mich damals wirklich berührt", so Winfried. "Sie hätten mir auch einfach kündigen können, aber sie waren für mich da. Jetzt bin ich für sie da!"

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