Finnland signalisiert Interesse an deutschen SAUNA-ICE

Die Überhitzung deutscher ICE durch ausfallende Klimaanlagen sorgt für Begeisterung in Finnland. Rollt bald der erste Sauna-ICE der Deutschen Bahn auf Finnlands Gleisen?

Kaum liefen die ersten Meldungen von überhitzten ICE’s durch die deutsche Presse, hörte man im nicht gerade hitzeverwöhnten Finnland auf und ließ sich inspirieren. „Wie hoch kann man die Temperatur in einem Hochgeschwindigkeitszug eigentlich peitschen?“, fragte man sich im fernen Helsinki und bekundete Interesse. Die Bahn ließ sich nicht zweimal bitten und schaltete umgehend alle Klimanlagen in den deutschen Schnellzügen ab und bot der diesbezüglichen Feldforschung ungeahnten Raum. Das Ergebnis: sehr hoch.

Hinzu kommt, dass ein ICE auch im Winter hohe Innentemperaturen bewerkstelligen kann. Zum Erreichen der notwendigen Temperaturen in der kalten Jahreszeit (oder entsprechendem Basis-Klima) würde man, neben gnadenlos hochgefahrenen Heizungen, die Wärme von ohnehin schadhaften oder modifizierten Bremseinheiten direkt in den Fahrgastraum umleiten. Selbst ein ständig abgebremster ICE würde die Ziele innerhalb eines annehmbaren Zeitraums erreichen, gleichzeitig jedoch einen terminstressfreien Saunabesuch ermöglichen.

Deutsche Bahn: Finnland interessiert an Sauna-ICE
In Finnland wartet man seit Jahren auf in Deutschland fahrende Selbstverständlichkeiten.

Die hermetische Abriegelung der Abteile und eine Umluftventilation, welche verdunstete Körperflüssigkeit zunächst gesondert komprimiert und dann im Intervall in die Fahrgastkabinen zurückleitet, gewährleistet darüber hinaus eine homogene Luftfeuchtigkeit.

Der Deal scheint bereits jetzt perfekt zu sein. Nicht nur, dass längst notwendige Wartungsarbeiten oder gar eine Umrüstung unnötig die Habenseite der Konzernbilanz belasten würden, nein, veraltete Technik und gewinnorientierte Instandhaltung sorgen für die entwicklungskostenfreie Innovation eines neuen Verkaufsschlagers in der nördlichen Hemisphäre – made in Germany.

Lasse reinbøng!

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