Franz Josef Strauß droht mit Wiedergeburt

„Ich bin immer da, wo man mich nicht vermutet“ - Franz Josef Strauß

Franz Josef Strauss: Droht mit Wiedergeburt

Schluss mit Lustig: Franz Josef Strauss

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Der Himmel brennt – weiß-blau! Franz Josef Strauß (FJS) ist in den ewigen Almweidegründen offenbar der viel zu eng gewordene Engelskragen geplatzt. Nach den jüngst verlautbarten Vorwürfen ob der Annahme von Schmiergeldern und einer mutmaßlichen Agententätigkeit will der ehemalige bayrische Ministerpräsident und Ex-CSU-Vorsitzende auf Ewigkeit, Franz Josef Strauß, seinem ehemaligen Schützling Edmund Stoiber wutentbrannt und mit Bierschaum vor dem brüllenden Munde im Traum erschienen sein.

Laut Stoiber droht der 1988 verstorbene Strauß mit sofortiger Wiedergeburt, sollte a) die gegen ihn begonnene Schmutzkampagne nicht sofort beendet werden und b) die CSU nicht damit beginnen, den "Arsch vom Halse in die Hose zurückzuverfrachten" und der Bundespolitik ihren Stempel aufdrücken. "Wir Bayern müssen bereit sein, wenn die Geschichte es erfordert, notfalls die letzten Preußen zu werden!" 1, so Strauß zu Edmund Stoiber, der nach der Erscheinung von FJS erst nach einer Maß Zwetschgenwasser wieder einen klaren Gedanken fassen konnte.

Franz Josef Strauss

Droht mit Wiedergeburt: Franz Josef Strauss

Edmund Stoiber ließ auch wissen, dass FJS mit Erschaudern feststellen habe müssen, dass sich seit seinem Ableben im Jahre 1988 rein gar nichts an den üblichen Abläufen von Sitzungen im Bundestag geändert habe: "Sitzung ogsetzt, highetzt, abghetzt, se higsetzt, se zsammgsetzt, ausanandergsetzt, d'Tagesordnung festgsetzt , wieder abgsetzt , ersetzt, Kommissionen eigsetzt, Kommissionen bsetzt, umbsetzt , gschätzt, nix gsagt, vertagt, z'letzt neu ogsetzt, vui san zsammakumma, nix is rauskumma, Sitzung umma" 2, so Strauß laut Stoiber in gebotener Kürze über die vorherrschenden Bedingungen rund um die hanebüchenen Entscheidungsfindungsprozesse in Berlin.

Auch habe Strauß nach Stoibers Bekunden das ein oder andere "Hendl" mit dem ein oder anderen "Rindviech" in den Reihen der CSU zu rupfen und will sich über einen geeigneten Wiedergeburtskanal mit ausgewählten "Großkopfad'n" in Verbindung setzen. Noch bleibe den Abgeordneten in München und Berlin aber Zeit, die richtigen Weichen zu stellen und seine (Strauss') Wiederniederkunft abzuwenden. Auf die Frage, wieviel Zeit Franz Josef Strauß der Politik hierfür gewähre, ließ Stoiber nach Rücksprache mit FJS wissen: "Zwei Radi, einen Wurschtsalat, einen Obatzten, 9 Halbe Weißbier und 14 Obstler".


1 Strauss 1985
2 Strauss 1988


Nachtrag vom 07.09.2015
Nach Strauss' Ankündigung fürchten zahlreiche Abgeordnete des Bundestages offenbar auch eine Rückkehr von Herbert Wehner und weiteren verstorbenen Politikern mit Format und Klasse und einen damit verbundenen Verlust ihres Arbeitsplatzes und beantragten ein Berufsverbot für Jenseitige.

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