Sie sind Unternehmer? Falls nicht, dann ist dieses Grußwort nicht unmittelbar für Sie bestimmt, aber stellen Sie Ihre lesenden Lauscher jetzt trotzdem mal auf Obacht und betrachten Sie die Dinge mal von unserer Seite Sie selbstsüchtiger Schwachmat. Falls ja: Herzlich willkommen auf ein offenes Wort unter uns:

Sie kennen das ja...

Da stellt man diesem stinkenden Fußvolk von Gewinn-Schmarotzern einen Arbeitsplatz zur Verfügung und dieses Geschmeiß, dieses Massenmilieu von Verlierern – dem es zu allem Überfluss auch noch gelungen ist eine Lohn-Moral-Lobby in Regierungskreisen zu etablieren – hat nichts besseres zu tun als sich darüber zu beschweren, mit dem Geld, dass man diesem undankbaren Pack in den Rachen schmeißt, nicht über die Runden zu kommen.

Fuck You! Parasit Arbeitnehmer - Satire, oder?

Wachstumshemmer Arbeitnehmer

Dem ja dann nicht genug: Hat man erstmal seine erste Milliarde (Sie wissen es ja selbst: Die erste Milliarde ist die schwerste) erwirtschaftet, setzt ein Haufen von Mindestlohn-Klerikalen und Milliardengewinnn-Mitarbeiterbeteiligungs-Esoterikern ein Bild von ungerechter Vermögensverteilung in die Welt, und brandmarkt diejenigen, die unter großen Opfern einer ansonsten der Verwahrlosung anheimfallenden und tatenlos vor sich hin dämmernden Biomasse die Möglichkeit geben überhaupt irgendeinen fassbaren Wert aus ihrem niederen Dasein schöpfen zu dürfen.

Als reiche diese Erniedrigung anständigen Unternehmertums nicht aus, pocht dieser von einem unbrauchbaren Hirn gekrönte wandelnde Magen-Darm-Trakt auf einer Beteiligung an der Versicherung ihrer ohne Arbeit vollkommen sinnlosen Gesundheit. Und es kommt noch besser, denn diese fleischgewordene Champagnerlaune ist auch noch der Auffassung, dass man sich auch noch an der Absicherung ihrer Arbeitsunfähigkeit im Krankheitsfalle oder dem Alter beteiligt – die man im Kern sowieso schon die ganze Zeit bezahlt, aber ein Auge zudrückt, weil man ja kein Unmensch ist. Sozialversicherung nennt man das dann wohlklingend und gemeingefällig.

Als Unternehmer kann man sich nicht gegen Soziales versichern, sondern ist diesem wirtschaftsweltfremden Bodensatz auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Apropos Auslieferung

Dass man uns jetzt auch noch mit den sensiblen Befindlichkeiten von Paketboten unsere täglichen selbstlosen Blutspenden für unseren geschwächten Wirtschaftskörper-Stoffwechsel madig macht, schlägt uns hier in der ZEITSPIEGEL-Konzernzentrale doch glatt den Schaum von Räucherlachs an gelauchter Crème fraîche von der honig-karamellisierten Kräuter-Ciabatta (unbedingt mal probieren!).

Gott sei Dank hat der Altmaier Peter als einer der letzten wahren Wirtschaftsminister erkannt, dass dieser ganze treibsandige Sumpf von Arbeitsrecht und sozial-marktwirtschaftliche Moral-Schmonsens auf asphaltdeutsch gesagt ein Schweinegeld kostet, und wir uns hier wirklich nicht um alles kümmern können, worauf das Gesindel in der von Pausen- und Urlaubsfraß zersetzten Arbeitszeit so alles kommt, wenn man es nicht ausreichend beschäftigt – und ist bereit uns anderweitig von Lasten zu befreien, die es immer schwerer gestalten, als anständiger Konzern noch halbwegs ungehindert einen vorzeigbaren Milliardengewinn zu erarbeiten.

Und so ist es an dieser Stelle denn auch mal an der Zeit, allen Unterstützern in der CDU und der SPD, aber auch den GRÜNEN – rückblickend auf die glänzenden Zeiten wegweisender arbeitsmarktpolitischer und unternehmenssteuerlicher sowie arbeitsrechtlicher Weichenstellungen der Rot-Grünen Regierungskoalition – und hierbei allen voran den Parteivorständen und Fraktionären des Bundestages, unseren verbindlichen Dank auszuprechen!

Und hier geht's zur → Danksagung