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Christian Schmidt (CSU) kann Eier legen, und wem sonst sollte man das Ressort des Bundeslandwirtschaftsministers zueignen, wenn nicht einem Gockel, der die Arbeit der parlamentarischen Sitzfleisch-Glucken gleich miterledigt und sich damit, "rein sachorientiert" und die Wirren unnötiger Polit-Kopulation vermeidend, objektiv seiner Aufgaben zu widmen vermag?

Ein politischer Hahn steht über den Hühnern! Sein Feldherrenhügel ist der Misthaufen seiner gedanklichen Ausscheidungen und wenn man schon auf Scheiße steht, wen kümmert da der Einspruch einer Henne wie SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks, mit welcher man auf einer von schwarz-rotem Kompromiss-Kot verunreinigten Debatten-Stange des Koalitions-Hühnerstalls eine Enthaltung vereinbarte? Drauf geschissen – und schon wächst der Hügel wieder ein Stück gen weißblauen Himmel.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und das Glyphosat

Sichtliche Geistesgeschwüre: Christian Schmidt und Glyphosat

Politik von der Stange ist nichts für Christian Schmidt, und Artikel 38 des Grundgesetzes lässt ihm und seinem Gutdünken Gewissen auch kaum Spielraum für Entscheidungen jenseits lobbyistischer bürgernaher Interessen – zu deren Verdrehungtretung er sich als Abgeordneter des Bundestages dereinst verpflichtete.

Ob Glyphosat am Ende nur "wahrscheinlich" krebserregend ist oder ganz ganz sicher, das spielt für Christian Schmidt keine Rolle. Er, seine Partei und die Regierung stehen für Wachstum – im Zweifel eben auch den von Krebszellen.

Quell-Foto ©: BMEL / photothek.net / Thomas Köhler