Nach den sich erhärtenden Spekulationen um die Einstufung deutscher Autoimporte als Sicherheitsgefahr für die USA hat die Bundesregierung in den heutigen Morgenstunden ungewohnt konsequent reagiert und die Vereinigten Staaten von Amerika generell als Sicherheitsrisiko eingestuft.

"Wer mit einer offenen Fackel die maximale Füllmenge seines Treibstofftanks auszuloten wünscht, kann von Deutschland nicht erwarten, sich im selben Raum aufzuhalten und fürderhin gemeinsame Wege zu gehen", so Regierungssprecher Steffen Seibert auf Anfrage des Zeitspiegel.

Das ausgerechnet deutsche Fahrzeuge, welche es im Laufe der Jahrzehnte vermochten, sich als treffsichere Trendsetter zu etablieren, und dabei nicht nur den Geschmack der Kundenschaft, sondern auch deren Gegner zu treffen wussten, nun als Sicherheitsrisiko eingestuft werden, ist deutschen Fahrzeug- und Autobauern ein Rätsel.

Die Bundesregierung hat einvernehmlichen Meldungen nach offenbar keinerlei Lust, sich am Rätselraten zu beteiligen und auf Basis genereller Unsicherheit betreffs des US-Partners in Deutschland operierende US-Unternehmen angehalten, keine Waren aus den USA einzuführen. Dies gilt zunächst für den Automobil-, den Elektronik- und den Textilwarenhandel. Finanz- und digitale Dienstleister stehen offenbar vor dem Entzug der inländischen Be- und Vertriebserlaubnis.

Schon auf der Sicherheitskonferenz in München kritisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Alleingänge von US-Präsident Donald Trump in der Außen- und Handelspolitik, und machte deutlich, dass ein Bündnis nicht darin bestehen könne, Bündnispartner auf Basis von rein eigenwilligen Beschlüssen unter Druck zu setzen oder gar in deren Handlungsfreiheit einzuschränken, bzw. diese im Falle der Wahrnehmung der Selbstbestimmung politisch und wirtschaftlich zu erpressen.

USA: Deutsche Autos Sicherheitsrisiko

Jenseits des Rednerpodiums betonte Angela Merkel, dass Deutschland, Frankreich, die EU und auch Großbritannien nicht weiter bereit wären, einer neuerlichen globalen Blockbildung mit unabsehbaren politischen Folgen tatenlos zuzusehen, derweil die Zeichen der Zeit das genaue Gegenteil geböten. "Wer sich hier zu isolieren wünscht, der muss das per definitionem auch alleine tun!", so Angela Merkel gegenüber DER ZEITSPIEGEL.

Auf die Frage, ob Deutschland im Falle des Verlusts eines Handels- wie politischen Partners wie den USA nicht mit hohen wirtschaftlichen wie sicherheitsrelevanten Einbußen zu rechnen hätte, ließ Angela Merkel wissen: "Veränderung bedeutet mithin auch bekannte, altbewährte und bequeme Pfade zu verlassen. Dabei haben wir gezeigt, dass wir Verantwortung zu übernehmen und zu tragen wissen, dass wir in der Lage sind aus der Geschichte zu lernen und mit dem Gelernten neue Wege zu beschreiten. Dabei werden wir immer wieder Fehler machen, aber es werden unsere Fehler sein, und nicht die derjenigen, welche sich nur um sich selbst drehen. Wir Deutschen wissen sehr genau wohin das führt. Wer heute Mauern bauen möchte, darf dies gerne tun und ebenso gerne jeden Tag dagegen laufen. Wer von seinen Partnern verlangt diesem Gebaren zu folgen, der muss ohne uns gehen."