Sankt-Nimmerlein: Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER auf neuen gesetzlichen Feiertag verschoben

BER: Einführung des Sankt-Nimmerlein-Tages sorgt für Planungssicherheit.

Der Eröffnungstermin des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) ist nach dem Baustopp am Montag nunmehr offiziell auf den St. Nimmerleinstag verschoben worden. Um diesen Termin endgültig einhalten zu können, wurde am gestrigen Dienstag die Einführung des Sankt-Nimmmerlein-Tages beschlossen und einstimmig vom Bundestag verabschiedet. Zukünftig sollen nach dem Willen der Abgeordneten auch bis dato zeitlich unbestimmte politische Vorhaben endlich einen verbindlichen Stichtag erhalten.

Der St. Nimmerleinstag ist jedoch nicht irgendein Feiertag. So lässt sich das Datum variieren und auch gibt es die Möglichkeit, den Feiertag in einem Jahr gar nicht, dafür aber im Folgejahr zweimal stattfinden zu lassen. Prinzipiell ist sogar das Sammeln mehrerer Jahrgänge erlaubt. Dies muss aber vom jeweiligen Würden-, bzw. Titelträger verfügt werden.

Der jeweilige Würden- bzw. Titelträger eines Jahres wird von einem vom Bundestag ausersehenen Fachausschuss (SNFdB) am St. Nimmerleinstag des jeweiligen Vorjahres gewählt, sobald der Feiertagstermin vom Würden- bzw. Titelträger des Vor-Vorjahres bestimmt wurde. Wann der für dieses Prozedere notwendige erste St. Nimmerleinstag stattfindet, ist derweil noch offen. Zur einvernehmlichen Terminierung des sogenannten Start-Sankt-Nimmerleinstages (SSN) wird innerhalb eines noch zu setzenden Zeitraumes ein Unterausschuss des Fachausschusses (USNFdB) eine Terminfeststellungskommission einberufen, welche mit entsprechenden Befugnissen zur Anberaumung einer Sondersitzung des Bundestages ausgestattet sein wird. Im Rahmen derer wird sich auch der Sonder-Unterfachausschuss (SUSNFdB) mit der Bestellung des ersten Würden- bzw. Titelträgers des St. Nimmerleinstages befassen, selbigen zur Wahl stellen und mit seinen Aufgaben betrauen.

Die Favoriten für den ersten Titel sind zur Zeit der ehemalige Bürgermeister von Berlin und Ex-BER-Aufsichtsratschef Klaus Wowereit sowie der ehemalige Geschäftsführer Hartmut Mehdorn. Eine Doppelspitze wird nicht ausgeschlossen.

BER: Eröffnung auf neuen Feiertag verschoben: St. Nimmerlein
Erstaunliche Verschmelzung: Klaus Wowereit und Hartmut Mehdorn in heiliger Personalunion
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25 Comments

  1. Das heißt im Klartext: Nicht nur der Flughafen wird Unsummen verschlingen, sondern dieses Ausschußgedöns ebenfalls. Politiker „arbeiten“ schließlich nicht umsonst. Mir reichts, ich wandere aus!

    1. Wohin auswandern?
      Woanders ist es doch genauso.. ;-)

      1. Nicht ganz: Wenn der Chinese sich entschließt, irgendwo einen bombastischen Flughafen zu bauen, versetzt er über Nacht den Himalaya um 12 Kilometer nach Westen oder leitet den Pazifik in den Atlantik um. Kostet zwar auch ein Heidengeld – aber wird fertig.

      2. Ich wandere nach Tonalien aus, denn da herrschen andere Verhältnisse.

        1. Da wo der Karajan regiert, lass dir noch bitte noch Zeit!

          1. Karaja bekam kein Asyl, es gebracht ihm an der notwendigen Demut vor dem großen Werk.

        2. Kein Angst vor Dissonanzen? Die laufen da frei herum!

          1. Dissonanzen sind doch das Salz in der klingenden Suppe. Außerdem lassen sie sich leicht befrieden. Man muß nur dafür sorgen, daß sich gewisse Nachbarn nicht allzu oft begegnen und schon herrscht wieder Harmonie. Und damit die Harmonie nicht zum Stillstand führt, sind die Debatten, die von Dissonanzen ausgelöst werden, absolut notwendig.

            1. OMG Schachtel, das klingt ja wie eine Verklärte Nacht von Schönberg theoretisch aufbereitet :-) ! Die Schallschutzfenster von Schönefeld sind bis dato in jedem Fall nur für die nachbarliche Harmonie von Nutzen. [ich weiß ja, aber ich konnte nicht anders ;)) … und Zurück ins Exil]

    2. Sie arbeiten leider nicht umsonst, doch häufig vergebens.

  2. Mir tut nur der arme Heilige der allerletzten Tage, der St. Nimmerlein leid. Was in seinem Namen jetzt alles beinahe in die Unendlichkeit verschoben wird. Er wird sich im Grabe umdrehen. Was übrigens nicht einmal die konservativsten Gläubigen wissen: Der arme Heilige ist damals am langen Arm verhungert.

  3. Doch, die Schwulen sind auch nur Menschen!

    1. Dieses „nur“ reicht doch jetzt auch schon wieder für einen Shit-Storm

      1. Hast du deinen Gülleanhänger schon betankt?

        1. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

  4. Sollte ich das jetzt richtig verstanden haben -und ich bin mir dessen nicht sicher, kreist doch seit dem Lesen des Berichts mindestens ein Flugzeug heiligenscheinmäßig über meinem Haupt- wird es jetzt einen oder mehrere zusätzliche Feiertage geben. Solange diese nicht auf ein Wochenende fallen, finde ich das fantastisch! Wenn auch die Elbphilharmonie angeblich 2017 eröffnet werden soll, böten die Verzögerungen der Fertigstellung durchaus Potential für einen oder mehrere weitere Feiertage.

    Die Frage ist nur, welchem Heiligen diese dann gewidmet werden… Hat einer der werten Kommentatoren eine Idee?

    1. Der Hl. St. Pfusch und Korruption?

      1. :-)

    2. Beteiligt ist sicherlich der heilige St. Bakschisch. Und die Selig gesprochene Nonne Manana.

      1. Shukran, für deine Vorschläge, lieber Phacops. Vielleicht hat auch der Heilige namens St. Inshallah, dem unter anderem in Essaouira und auf dem Djemaa el Fna (ich bekomme Fernweh!) gehuldigt wird, seinen Einfluss geltend gemacht?

        1. Salam Aleikum Miguel,
          Essaouira habe ich leider nicht gesehen. Es ist ja ums Wiederkommen!
          Inshallah ist doch ein maurischer Heiliger. Deswegen hat der kein St. davor, oder?

  5. Vielleicht outet sich Klaus noch als Frau im falschen Körper, dann sind wir aus dem Gröbsten raus und die Sache wird langsam plausibel.

    1. Waaaaaas?! Hüten Sie sich!
      Hätte eine Frau BER geplant, wäre er längst fertig,.. zumindest shopping mall und die Restaurants.

      1. Eine Frau… soll einen Flughafen… planen!? Abheben würden da nur der Kostenvoranschlag und der Nachtragshaushalt und das haben wir Männer ganz alleine hingekricht und der Chef-Buchhalter ist sogar schon geflogen… oder sollten jene Männer am Ende gar… oh je… oh je oh je.

        1. Mein geschätzter Mann an Deck!
          Schon während der Planungsphase hätte die ’natürliche Selektion‘ ihren Job getan. Wer nicht von einer Frau hier in den Wahnsinn getrieben worden wäre, hätte auch noch die Kraft für den Bau. Über geblieben wären die stärksten, resistenten und besten Männer… äh…

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