Im Jahr 2009 verstaatlichte die Bundesregierung die Hypo Real Estate (HRE). Diese hatte es bis zu jenem Zeitpunkt mühelos geschafft, sich mittels riskanter, ja hanebüchener Wertpapiergeschäfte an den Rand des finanz-apokalyptischen Abgrundes zu manövrieren, um sich danach ohne irgendein Anzeichen von aufkommender Schamesröte mittels überbordender Summen von Steuergeldern aus dem Sumpf der tiefroten Zahlen ziehen zu lassen – während die Verantwortlichen bisher zu keinerlei Verantwortung gezogen wurden und weiterhin Posten und Pöstchen mit rentablen Einkommen innehalten.

Doch nicht nur das: Völlig unberührt von dem an Peinlichkeit nicht zu überbietenden Desaster erhielten "verdiente" Mitarbeiter im Jahr 2009 auch noch Boni im Gesamtvolumen von ca. 25 Millionen Euro. Hossa! Da is' schwer was los! Da steppt der Bär, da tanzt der Papst im Kettenhemd!

Zahlen (tun's die anderen):

Das Gesamtgarantievolumen gegenüber der HRE beläuft sich derzeit auf ca. 142 Milliarden Euro (Quelle: SoFFin). Zum Vergleich hierzu: Der Haushalt für die gesamte Bundesrepublik für das Jahr 2011 schlägt bisher mit etwa 305 Milliarden Euro zu Buche.

Die Prophezeiung von Cerveza

Was bereits damals jeder Stammtisch-Finanzexperte am Boden seines Bierkruges aus dem Restschaum herausorakeln konnte, wurde vor wenigen Tagen von einem staatlich in Auftrag gegebenen Gutachten, unter dem Vorsitz des Bonner Juraprofessors Daniel Zimmer, bestätigt. Dieser  empfiehlt (völlig nüchtern) nach einem Bericht der "Zeit" die Abwicklung der HRE.

142 Milliarden Euro entspricht bei einem Preis von etwa 3,50 € pro 0,5 l Bier etwa Vierzigmilliarden Fünfhunderteinundsiebzigmillionen Vierhundertachtundzwanzigtausend Fünfhunderteinundsiebzig Halbe Bier! Diese äußerst respektable Lokalrunde von ca. 507 Halbe Bier pro bundesdeutschen Einwohner – inklusive minderjährigen Berufsanfängern - dürfte selbst eingefleischten Profis die Malztränen in die Augen treiben.

Mal ganz im Ernst: Hätt' mer's doch lieber versoffen!

Die Rettung der Hypo-Real-Estate (HRE)