Klongesetz: Doppelgänger von Abgeordneten dürfen Nebeneinkünfte erwirtschaften

Kein Wunder: Manche Menschen wurden schon auf mehreren Baustellen gleichzeitig arbeiten gesehen. Die neue Vermittlungsstelle für Polit-Doppelgänger sorgt für deklarationsfreie Nebenverdienstmöglichkeiten unserer Abgeordneten – dank eines neuen Klongesetzes.

Berlin (zs). Die Nebeneinkünfte von Peer Steinbrück (SPD), Michael Glos (CSU), Rudolf Henke (CDU) und Co. haben in letzter Zeit für einigen Wirbel gesorgt und stellten die (unparteiische) Arbeit der Abgeordneten in Frage. Nachdem, nicht zuletzt aufgrund des Widerstandes von CDU und FDP, ein einheitlicher Transparenz-Konsens unmöglich schien, geht der Bundestag nun neue Wege.

Laut parlamentsinternen Quellen sollen zukünftig über eine von den Fraktionen gegründete Zeitarbeitsfirma vermittelte Doppelgänger die einträglichen Nebenjobs der Politiker erledigen. Deren für den Arbeitgeber mit Abgeordnetenmandat erwirtschafteten Einkünfte sind nach geltendem Recht nicht deklarationspflichtig, sogar die Beschäftigung mehrerer personeller Gegenstücke wäre gestattet.

Peer Steinbrück und die Nebenverdienste
Peer Steinbrück mit Klon: Deklarationsfreier Nebenerwerb durch Doppelgänger?

Entgegen obiger Meldung ist diese Handhabe scheinbar längst gängige Praxis. So sollen diverse Abgeordnete schon häufiger auf verschiedenen Hochzeiten getanzt haben.

Ungesichert ist hingegen die Meldung, dass das Klongesetz (Stichwort: Stammzellenforschung) hinsichtlich der Erwirtschaftung von Nebenverdiensten durch Abgeordneten-Replika gelockert werden soll. Schon 2004 hatten sich Politiker der CDU und FDP für eine Aufhebung des generellen Klonverbotes in Deutschland ausgesprochen.

Dass es auch anders geht, bewies 2010 die Atomindustrie. Sie sorgte in einem anderen Zusammenhang mit einer künstlichen Humaneinheit für Aufsehen.

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