ANZEIGE

Der Tag beginnt nicht erquickend: Das Klingeln des Weckers erinnert an antiquierte Foltermethoden der CIA, das Toastbrot im Kühlschrank hat sich in einen quirligen Schimmelpilzspielplatz verwandelt, die Tageszeitung liest sich wie eine in Worte gefasste Durchfallerkrankung und der Wellensittich streikt für humanere Arbeitszeiten. Zum Kotzen! Und dabei hat man noch gar nicht richtig gefrühstückt.

Eine findige Unternehmerin aus Schwaben schafft nun Abhilfe und hat sich der Produktion gebrauchsfertiger Brockenkotze gewidmet: BROCKENKOTZE TO GO! Was anmuten mag wie ein verstaubter Stammtischwitz entpuppt sich bei näherer Betrachtung als bedarfsorientierter Geniestreich mit Potential. Wir haben mit der Geschäftsgründerin gesprochen.

 

Satire - Brockenkotze to go

Neu im Handel: Brockenkotze to go

 

Verquer.Org: Als Start-Up auf dem Geschäftsfelde der rückwärtigen Nahrungsmittelverwertung stehen sie bereits kurz nach der Gründung ihres Unternehmens auf Platz eins in Sachen Produktinnovation. Nicht wenige Investorenmägen rotieren seit der Markteinführung ihres Produktes massiv um ihre eigene Achse. Wie kamen sie auf die Idee und wie erklären sie sich den Erfolg?

S. Herberg: Letztlich folgte ich meinem Bauchgefühl, gekotzt wird immer und überall. Zum Leidwesen vieler – so ergab unsere Marktforschung – reichen die individuellen Kapazitäten kaum aus, um den persönlichen täglichen Bedarf zu decken.

 

Verquer.Org: Sie bieten Brockenkotze in verschiedenen Ausführungen an?!

S. Herberg: Vielfalt ist uns sehr wichtig. Nebst vegetarischer, bzw. veganer Brockenkotze bieten wir natürlich auch Erbrochenes von Schwein, Rind, Geflügel oder Meeresfrüchten. Von Auberginen-Tomaten mit Vollkornpasta über "Filet mignon" und "Bœuf Stroganoff" bishin zu "Zander auf karamelisierten Cocktailtomaten" ist alles dabei, was der Magen entbehrt. Kotzen ist zudem ein Statement, Dosen-Ravioli sagt etwas ganz anderes aus, als z. B. ein Lachsfilet.

 

Verquer.Org: Der Bedarf ist groß. Wie bewältigen sie die stetig wachsende Nachfrage?

S. Herberg: Wir kotzen hier in 3 Schichten und unsere hauseigene Völlerei leistet ausgesprochene Glanzarbeit und bietet professionellen Ess-Brechsüchtigen eine berufliche Perspektive.

 

Verquer.Org: Sie produzieren Erbrochenes auf der Basis von sehr hohen Qualitätsstandards. Wozu dieser Aufwand?

S. Herberg: Kotze ist nicht gleich Kotze und gekotzt wird auf unterschiedlichem Niveau. Unsere Brockenkotze basiert auf biologisch-organisch angebauten oder hiermit ernährten Zutaten und einer sorgfältigen, prä-exkrementiven Zubereitung. Erst nachdem unsere Produkte unserer zertifizierten Qualitätsprüfung standgehalten haben und unser Prädikat "Zum Kotzen" auch verdienen, übergeben wir diese an unsere Kunden. Qualität ist für uns nicht nur ein Wort, sondern ein Erbrechen, das wir auch halten.

 

Verquer.Org: Frau Herberg, wir danken für das Gespräch!