Mit der Entscheidung, sämtliche Schüler des US-Bundesstaates Florida zu bewaffnen, folgt das Parlament in Tallahassee nach dem Amoklauf an einer Highschool in Parkland der Empfehlung der National Rifle Association (NRA). Der zuvor von der NRA in die Debatte eingebrachte politische Vorstoß, sämtliche Schulen des Landes zur Verhinderung von Schulschießereien zu schließen, scheiterte am Widerstand amerikanischer Eltern. Die sahen sich angesichts einer drohenden gesetzlichen Verpflichtung zu einer Ganztagsbetreuung ihrer Kinder in ihren Freiheits- und Persönlichkeitsrechten verletzt – und bekamen Recht (und ein Päckchen Prozac).

Nun stimmte das Parlament von Florida einem Gesetzesentwurf zu, welcher die Verschärfung des Waffenrechts zwar ablehnt, im Gegenzug aber die Bewaffnung aller Schüler/innen des US-Bundesstaates vorsieht. Andere Bundesstaaten wollen diesem Ratschluss noch binnen Jahresfrist folgen. US-Präsident Donald Trump sagte finanzielle Unterstützung zu.

Schüler werden alterstufengerecht bis zum Erreichen des 10ten Lebensjahres (Elementary/Primary) mit einer "UZI CO2 Blowback Submachine BB Gun" ausgestattet. Ab der Junior Highschool (ab ca. 11 Jahren) gibt es eine "Magnum Research Desert Eagle Mark XIX 50AE 6" 7+1 Black Syn Grip Black" und mit dem Eintritt in die Highschool das sowohl beim aktuellen Schulmassaker in Parkland (Florida) als auch 2012 in Newton (Connecticut) verwendete und seitdem zum Verkaufsschlager avancierte, halbautomatische Gewehr AR-15 – eine leichtgewichtige, halbautomatische Schnellfeuerwaffe mit 5.56×45mm NATO-Munition, welche es mit nur einem Magazin gestattet, ein vollbesetztes Klassenzimmer leerzufegen oder eine Vielzahl variabler, flüchtender Ziele unter Feuer zu nehmen. Dabei liegt die Waffe gut ausbalanciert in der Hand.

Florida Waffengesetz

Schüler-Illustrationen: Creative Commons via Pixabay
Waffen: Hersteller-Fotos

Die Wahl der Waffen wurde unter Berücksichtigung der motorischen und perzeptiven Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen verschiedener Altersstufen getroffen. Erscheint die Submachine BB Gun von UZI für Kinder bis zum vollendeten 9ten Lebensjahr auf den ersten Blick für nicht geeignet, so stellt sie sich unter o. g. Gesichtspunkten in einem ganz anderen Lichte dar. Denn gerade bei Kindern sind Finger- und Hand-Augen-Koordination noch nicht voll entwickelt. Das Handling einer Einzelschusswaffe birgt hier die Gefahr, das Kind im Verteidigungsfalle mit der Benutzung eines solchen Waffentyps zu überfordern. Mit der UZI werden mögliche Unvollkommenheiten zwischen Zielführung und Schussabgabe durch eine Feuerautomatik bei gleichbleibend effizienter Schussfrequenz kompensiert.