Pentagon beschließt Abzug der afghanischen Bevölkerung

Sicherheitsstrategische Konsequenz: Entvölkerung Afghanistans soll nachhaltigen Frieden sichern.

Um nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten US-Truppenreduzierung eine langfristige Friedenssicherung des Landes gewährleisten zu können, hat das Pentagon in den gestrigen Abendstunden den vollständien Abzug der afghanischen Bevölkerung bis 2020 beschlossen. Paschtungen, Hazari, Tadschiken und Usbeken sollen nach dem Willen der USA aus Sicherheitsgründen ihre angestammten Siedlungsgebiete verlassen und sind bis 2019 aufgefordert entsprechende persönliche Vorbereitungen zu treffen. Die geschätzt 30 Millionen Einwohner Afghanistans werden ersten Informationen zufolge auf die umliegenden Staaten verteilt.

Abzug afghanischer Bevölkerung

Klar erkanntes Konfliktpotential: Nur ohne Menschen lässt sich Afghanistan nachhaltig befrieden.
Bild: CC0 Creative Commons – via Pixabay

"Da haben die sich jetzt aber echt Mal reingekniet", so Gerald Kenneth, Sicherheitsexperte der Boston University, und bescheinigt dem Vorhaben eine bis dato nicht gekannte Erfolgsaussicht. Das Land sei laut Kenneth ohne die Gegenwart einer sicherheitspolitisch als instabil zu bezeichnenden Bevölkerung deutlich sicherer. Auch gilt das Konzept bereits kurz nach Veröffentlichung unter Sicherheitsexperten als mögliche Blaupause für friedenssichernde Maßnahmen in weiteren krisengeschüttelten Regionen der Welt.

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