Jetzt haben wir ganz übersehen, dass ja Osterferien sind. Nicht schlimm, sondern viel schlimmer. Denn wir mussten gerade feststellen, dass wir nicht in den Ferien sind, sondern hier. Und Ferien sind doch meist woanders. Und dementsprechend vermuten wir, dass sie ohne uns stattfinden – obwohl wir doch da sind. Zumindest sind wir uns heute schon begegnet. Was komisch war, und Fragen aufwirft:

Ich und die Osterferien – Satire, oder?

1. Sind wir wirklich da, oder ist dies eine rein körperliche Erscheinung, welche Ihren Ursprung in der stofflichen Manifestation des Geistes findet, oder handelt es sich um einen reziprok logischen Widerspruch, welcher im Kern eines Fragezeichens entbehrt, wollte man es nicht unbedingt setzen?

2. Wenn die Abneigung des Da-Seins mehr wiegt als der (gefühlt dramatische) Umstand, nicht woanders zu sein, ist Sein dann Gegenstand körperlicher Gegenwart oder geistiger Verortung?

3. Warum eigentlich einfach, wenn es auch kompliziert geht?

4. Übergehen die Fragestellungen 1 bis 3 nicht philosophisch gebotene, zwischenschrittlich exkursive Fragestellungen von erkenntnistheoretischer, annäherungsfragmentkreativer Relevanz?

5. Warum ist es warm und noch Bier im Kühlschrank?

Über letztere Frage grübelnd haben wir just den Krisenstab zusammengerufen und vorsorglich noch zwei Flaschen Obstler besorgt.

Sollten Sie Antworten auf oben stehende Fragen haben: Behalten Sie sie für sich! Und kommen Sie uns bloß nicht mit Husserl.

Es grüßt und wünscht noch eine schöne Ferienwoche

Der, wo schreibt.