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Im Lehrerzimmer einen Joint drehen, während der Klassenarbeitsrückgabe ein Tütchen mit Marihuana gegen Bares tauschen - oder gleich ein paar Pillen gemeinsam mit den Schülern in einer Ecke des Schulhofs einwerfen: In Deutschlands Klassenzimmern und auf den Schulhöfen hat die Rauschgiftkriminalität in den vergangenen Jahren teils drastisch zugenommen. In Baden-Württemberg etwa hat sich die Zahl der Delikte am Tatort Schule fast verdreifacht, gleiches gilt für das Land Sachsen-Anhalt.

In den meisten Fällen geht es dabei um den Besitz und Verkauf von wirkungslosen, dabei weit überteuerten Betäubungsmitteln durch das Lehrpersonal. Im Fokus steht "Crystal Math", ein bildungsoptimiertes Verbalderivat von "Crystal Meth". In den meisten Fällen erwischt die Polizei dabei Lehramtsreferendare und Studienräte. Auf den Folgerängen der dringend Tatverdächtigen finden sich nahezu ausschließlich Religionslehrer. Sie haben laut Kriminalstatistik den Mental-Opiummarkt unter sich aufgeteilt.

Satire: Rauschgift - Drogen - Ritalin - Schule

Links: RITALIN = Methylphenidat, die beliebte Lerndroge für auffällige Kinder und Jugendliche
Rechts: METHAMPHETAMIN = „CRYSTAL METH“ zieht schnell ins Hirn, dank zusätzlichem CH3 (METHyl-Gruppe) am N

Weit besorgniserregender ist laut Insidern jedoch der steigende Konsum von Methylphenidat, welches unter dem Namen Ritalin von Drogenhändlern mit akademischem Milieuhintergrund unter den Augen einer ahnungslosen und zumeist fremdmeinungsabhängigen Elternschaft und auf Rezept behördlich bekannter Kassendrogenkartelle kostenfrei an Kinder und Jugendliche ausgegeben wird. Der damit einhergehende Preisverfall von bewährten Rauschmitteln führt nicht selten zu unliebsamen Nebeneffekten, wie z. B. der Gewichtsanreicherung von gutem schwarzen Afghanen mit gesundheitsgefährdenden Streckmitteln wie Schuhcreme oder gefärbter Tafelkreide. Ein Teufelskreis, der bei nicht wenigen Lehrkräften binnen kürzester Zeit der DealLehrtätigkeit zum vielseits gefürchteten Burn-out führt.