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Punakha/Bhutan. Er gilt als Fabelwesen, als Mythos, als Ammenmärchen oder optisches Missverständnis: Der Yeti geistert seit Jahrhunderten durch die Welt der Märchen und Spekulationen. Zahllose Expeditionen haben sich in der Vergangenheit aufgemacht, den Schneemenschen aufzuspüren und seine Existenz zu beweisen. Auch Extrembergsteiger Reinhold Messner widmete der Kreatur gar ein ganzes Buch. In selbigem stellt Messner fest, dass es sich bei diesem Wesen um Bären handeln müsse und verneint die Existenz einer möglichen Reliktpopulation einer noch unbekannten Hominiden-Art.

Sagte Messner bewusst die Unwahrheit?

Nun bricht ein Yeti sein langjähriges Schweigen und spricht in der "Bhutan Daily" offen von sexueller Nötigung seitens des Bergsteigeridols aus Tirol. Messner, den Yetis seit jeher für einen Mythos hielten, wäre ihm bereits im Jahr 1982 auf einem Yeti-Grillfest begegnet und drohte seine und die Existenz der anderen Partygäste öffentlich zu machen, wenn er ihm nicht zu Diensten sei. Dem Yeti zufolge suchte ihn Messner fortan mehrmals jährlich auf.

Missbrauchte Reinhold Messner einen Yeti?

Tabuthema unter Bergsteigern: Yeti-Missbrauch

Messner bestreitet die Vorwürfe. Das betroffene "Zottelwesen" sei nach seinem Dafürhalten kein Er, sondern eine Sie, hieße Hedwig oder Hedi, stamme aus Vorarlberg und die Begegnungen hätten stets im gegenseitigen Einvernehmen stattgefunden, auch wenn die sprachliche Kommunikation aufgrund sehr unterschiedlicher Dialekte als eher schwierig zu bezeichnen sei. Warum es überhaupt und ausgerechnet vor dem Amtsgericht Punakha zu einer Anzeige gekommen sei, sei ihm unerklärlich, schließlich habe er über die Jahre seinen Teil der Abmachung eingehalten und zu jedem seiner Besuche frische Südfrüchte, Rettich und die gewünschten Gummistiefel mitgebracht.