Sonntagsfahrer dürfen nach höchstrichterlichem Beschluss auch von Montag bis Freitag die deutschen Straßen nutzen und am Gemeinverkehr teilnehmen.

In der Urteilsbegründung heißt es, dass sogenannte Sonntagsfahrer aufgrund ihrer unaufmerksamen, zumeist langsamen Fahrweise und nicht selten irritierenden (Nicht-)Reaktionen auf verkehrsbedingte Gegebenheiten und offenkundige Selbstverständlichkeiten wie z. B. grüne Ampeln, freie Fahrt- und Abbiegemöglichkeiten oder nicht vorhandene Tempolimits, nicht in der Auswahl ihres Fahrtzeitpunktes beschränkt werden dürfen, auch wenn dies mit Einschränkungen der mehrheitlich "regulär" agierenden Verkehrsteilnehmer einhergehe.

Sonntagsfahrer

Sonntagsfahrer: Blühendes Selbstverständnis

Geklagt hatte ein gehörloser Fahrer mit chronisch geschlossenen Augen bei akuter Farbenblindheit, pathologischem Desinteresse an anderen Verkehrsteilnehmern sowie einer amtsärztlich bescheinigten Tages-Melatonin-Überproduktion, welche zu melatonininduzierten Tiefschlafphasen führen kann. Dieser sah sich gehäuft öffentlich und lautstark geäußerten Aufforderungen ausgesetzt, "mit seinem blöden Arsch doch wenigstens unter Woche zu Hause zu bleiben".

Untersagt wurden dem Kläger dementgegen abrupte Langsamfahrten zum Zwecke der Landschaftsfotografie sowie spontane Prüfungen des Leer- und darauffolgenden Auslaufverhaltens seines Fahrzeugs auf der Autobahn. Des Weiteren wurde der Kläger angehalten seinen Mittagsschlaf auf einen Zeitraum jenseits der Fahrzeugführung zu verlegen.