Urheberrechte & Copyright

Copyright – Fremdinhalte

Sie sehen Ihr oder das Urheberrecht Dritter verletzt, haben den Link unter dem entsprechenden Artikel oder unter „Impressum“ geklickt und sind willens, die Angelegenheit persönlich und ohne Rechtsanwalt (sprich Geltendmachung finanzieller Interessen) aus der Welt zu schaffen oder möchten uns als aufmerksame Leserin oder aufmerksamer Leser darauf aufmerksam machen, dass eine Urheberrechtsverletzung vorliegen könnte oder es an ausreichender Urheber- oder Lizenzkennzeichnung fehlt?

Dafür schon jetzt einen ganz herzlichen Dank!

Diesbezüglich ist es mir und uns wichtig festzustellen, dass DER ZEITSPIEGEL in keinster Weise wirtschaftliche Interessen verfolgt, vollkommen werbefrei agiert und aus veröffentlichtem Bildmaterial keinerlei finanziellen Mehrwert schöpft, und sich aus Spenden sowie und vor allem privat-freizeitlichem Tun „finanziert“.

So oder so dürfen Sie uns – wenn Ihnen danach ist – auch so richtig zusammenscheißen! Wir werden in jedem Falle betreffende Grafik und Fotografie umgehend korrekt kennzeichnen oder im Falle des Wunsches nach Löschung der Inhalte entsprechende Abbildungen entfernen.

Zu diesem Behufe bitte ich Sie mir zu schreiben oder mich telefonisch zu kontaktieren:

Verantwortlich im Sinne des Presserechts (V. i. S. d. P.) nach § 5 des Telemediengesetzes:
Falko Knizia – Im Stegen 2 – 79241 Ihringen
Telefon: 07668 / 95 22 488
E-Mail: redaktion(at)der-zeitspiegel.de

DER ZEITSPIEGEL nutzt in extrem seltenen Fällen unveränderte Fotografien oder Grafiken – deren Urheberschaft wir in selbstverständlicher Anerkennung der schöpferischen Leistung (Falko Knizia ist selbst Grafiker, Fotograf und Designer) deutlich machen. Sich nicht mit fremden Federn zu schmücken, halten wir für eine Ehrensache.

In 99% der von uns veröffentlichten Begleitgrafiken und Fotografien handelt es sich um zeitaufwendig (i. d. R. und inkl. Bildrecherche bis zu 3 Stunden) gestaltete Collagen, bzw. Bildmontagen, die – so durften wir nach Recherche erfreulicherweise feststellen – bei entsprechender Schöpfungshöhe einen Eigenwerkcharakter für sich in Anspruch nehmen dürfen – was wir uns nach anständiger Arbeit auch erlauben. Im Wesentlichen nutzen wir für diese Collagen/Bildmontagen allerdings gezielt lizenzfreie Fotografien oder Grafiken. Hinzu kommt eine Rechtsprechung, welche im Rahmen der Parodie oder kritischen Auseinandersetzung zudem die Nutzung von Fotografien oder Grafiken – in satirischem/parodistischem Kontext gestattet. Dies – je nachdem – entweder vollständig oder in Anteilen.

Dankbar sind wir hier für das Angebot von Pixabay und all jener, welche dort ihre herausragenden Grafiken und Fotografien zur freien Verfügung stellen, oder sich die Mühe machen lizenzfreie Fotografien oder Grafiken zu sammeln und dort einzustellen.

Im Falle der „Vereumelung“ von Markenprodukten (nebst zugehörigen Markenlogos) legen wir Wert auf den Begriff „Parodie“ oder aber auch den Begriff der „kritischen Auseinandersetzung“.

DENNOCH: Sollten Sie als Urheberrechtsinhaber zu der Auffassung gelangen, dass wir hier zu weit gehen: Bitte melden Sie sich! Wir sind keine Trotzköpfe, haben allerdings gerne unseren Spaß. Vor anwaltlicher Abmahnung bitten wir Sie aufrichtig: Versuchen Sie doch einfach mal mitzulachen! Es geht um Satire mit bisweilen kritischem Unterton und nicht um Beleidigung oder Herabwürdigung.

Wenn’s anders nicht geht: Zulässigkeit der Nutzung eines urheberrechtlichen Werkes für eine Parodie

Der EUGH (C-201/13) hat sich zur Zulässigkeit einer Parodie eines urheberrechtlich geschützten Werkes geäußert. Eine solche Parodie ist mit der EU-Urheberrechtsrichtlinie (Richtlinie 2001/29/EG) dahingehend privilegiert, dass die Richtlinie vorsieht, dass die einzelnen Staaten eine grundsätzliche Zulässigkeit der Verwendung eines urheberrechtlich geschützten Werkes im Zuge einer Karikatur oder Parodie erlauben können.

Die Parodie ist im deutschen Urheberrecht ein Unterfall der freien Benutzung (§24 UrhG). Der BGH (I ZR 77/69) entwickelte hier schon früh eine entsprechende Rechtsprechung:

„Bildet den Gegenstand einer Parodie ein unter Urheberschutz stehendes Werk, so darf die Parodie nur dann ohne Genehmigung des Urhebers des parodierten Werkes vervielfältigt und verbreitet werden, wenn sie ein selbständiges Werk darstellt, das in freier Benutzung des parodierten Werkes geschaffen worden ist. Ob und inwieweit urheberrechtlich geschützte Teile des parodierten Werkes unverändert oder mit unwesentlichen Änderungen in die Parodie übernommen werden dürfen, hängt u. a. davon ab, inwieweit die Entlehnung erforderlich ist, um die parodistische Wirkung zu erreichen.“

Und weiter…

Dem BGH kommt es dabei nicht darauf an, inwieweit man wertend fragen kann, ob eine unveränderte Übernahme unveränderter Bilder überhaupt erforderlich ist (BGH, I ZR 282/97). Auch kann alleine das Vorhandensein einer Vielzahl unveränderter Elemente nicht für sich ein Argument sein, um von einer unfreien Benutzung auszugehen (BGH, I ZR 117/00).

Der EUGH hat nunmehr festgestellt, dass der in der EU-Urheberrechtsrichtinie enthaltene Begriff „Parodie“ ein eigenständiger Begriff des Unionsrechts ist, der so zu verstehen ist, dass die wesentlichen Merkmale der Parodie darin bestehen, zum einen an ein bestehendes Werk zu erinnern, gleichzeitig aber ihm gegenüber wahrnehmbare Unterschiede aufzuweisen, und zum anderen einen Ausdruck von Humor oder eine Verspottung darzustellen.

Der Begriff „Parodie“ im Sinne dieser Bestimmung hängt nicht von den Voraussetzungen ab,

  • dass die Parodie einen eigenen ursprünglichen Charakter hat, der nicht nur darin besteht, gegenüber dem parodierten ursprünglichen Werk wahrnehmbare Unterschiede aufzuweisen,
  • dass sie einer anderen Person als dem Urheber des ursprünglichen Werkes zugeschrieben werden kann,
  • dass sie das ursprüngliche Werk selbst betrifft oder dass sie das parodierte Werk angibt.

Hinsichtlich des Zieles von Art. 5 Abs. 3 Buchst. k der Richtlinie 2001/29 ist auf die mit dieser Richtlinie allgemein verfolgten Ziele hinzuweisen, zu denen die Harmonisierung gehört, die zur Verwirklichung der vier Freiheiten des Binnenmarkts beiträgt, und im Zusammenhang mit der Beachtung der tragenden Grundsätze des Rechts steht – insbesondere des Eigentums einschließlich des geistigen Eigentums sowie der freien Meinungsäußerung und des Gemeinwohls. Die Parodie stellt unstreitig ein geeignetes Mittel zur Äußerung einer Meinung dar.

 

Vielen Dank für Ihr Entgegenkommen und/oder Ihre Hilfe!

Falko Knizia (V.i.S.d.P.) – DER ZEITSPIEGEL


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