Verspätungen bei der Deutschen Bahn: Fernzüge mit bis zu 700 Kilometern Länge sorgen für „durchgängige“ Zugverbindung

Einsteigen, durchgehen, ankommen! DB-Fernverkehrschef Philipp Nagl packt „Butter bei die Fische“ und garantiert Pünktlichkeit ohne Wenn und Aber.

Seit Jahren bereiten Verspätungen der Deutschen Bahn Probleme. Selbst eine Pünktlichkeitsoffensive verhalf nicht zur erhofften Akkuratesse hinsichtlich der Einhaltung des Fahrplans. Nach betriebsinterner Auseinandersetzung wurde nun Philipp Nagl das Ruder des Fernverkehrs übertragen, und dieser ließ nicht lange mit einer vollkommen neuen Personen-Fernverkehrsstrategie auf sich warten:

Deutsche Bahn: SteadyCon

In München einsteigen, bis Hamburg durchgehen und ankommen: Der neue SteadyCon der Deutschen Bahn.

In Kooperation mit dem Bahn-Flottenausrüster Siemens einigte sich der Bahnvorstand in den frühen Morgendstunden auf ein völlig neues Zugkonzept, welches alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. So wird die Streckenverbindung Hamburg-München zukünftig zwar nur noch von einer einzigen Zugverbindung bedient, der hierfür verwendete ICE misst dabei allerdings eine Länge von knapp 623 Kilometern. Damit setzt der DB SteadyCon (steady connection = stetige Verbindung) sogar internationale Maßstäbe.

Deutsche Bahn: Verspätungen

Exklusiver Blick auf den DB-SteadyCon gefällig (Ausschnitt)? Klicken Sie auf das Bild (ja genau, die kleine Linie)!

DB-Fernverkehrschef Philipp Nagl erläutert: "Wenn sie vom Hauptbahnhof in München, also im Hauptbahnhof München in den Zug steigen, sind sie in München bereits in Hamburg. Das bedeutet, dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Hamburg, am Zielbahnhof dran ist, der Zielbahnhof selbst ist, weil das ja klar ist, weil die Linie ja durchgängig ist und auch der Zuggast ist durchgängig, weil er ja durch den Zug durchgeht und quasi schon in München in Hamburg..."

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