Laut einem UNO-Bericht litten im Jahre 2017 gut 821 Millionen Menschen an Hunger oder Mangelernährung.

UN und Weltbank präsentierten nur wenige Stunden nach Veröffentlichung o. g. Berichts ein revolutionäres Konzept, welches dem vorherrschenden Wirtschaftssystem weiterhin jeglicher Kontrolle und angemessener Besteuerung entzogen gestattet, wenigstens 1% der Weltbevölkerung vor Hunger zu bewahren, und andererseits die grundlegendsten Nöte der Menschen in stark von Hunger oder Mangelernährung betroffenen Gebieten zu adressieren vermag.

Essbares Papier als Materialgrundlage für Geld gestattet – nebst der Versorgung z. B. eines Hühnerfarmers aus Afrika, der den Dumpingpreisen von aus Europa exportiertem Hühnerfleisch oder der Umweltverschmutzung durch internationale Rohstoffkonzerne nur wenig entgegenzubringen vermag, und den die europäische Entwicklungshilfe inklusive des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung irgendwie so gar nicht prioritär auf dem Schirm hat und stattdessen einem Importeur von Dr. Oetker Tiefkühlpizzen Hilfgelder in die Rosette pumpt(e) die fortwährende Ausbeutung wirtschaftliche Förderung von Land und Menschen in Dritte-Welt- und Schwellenländern bei gleichzeitiger Gewährleistung von Standortvorteilen für Investoren und Anleger westlicher Industrie- und Konsumnationen.

Welthunger: UNO und Weltbank empfehlen Ausgabe von essbarem Geld

Mit Räucherlachs oder getrüffeltem Kräuter-Frischkäse gar eine Delikatesse: Essbares Geld

Die von UN und Weltbank präferenzierte Rezeptur sieht ein Gemisch aus unter Extremdruck gepresstem Mais, Hafer und Weizen mit einer Prise Salz vor. Mit nur einem Viertel Liter Wasser angereichert, ergibt sich nach 4 Minuten Quellzeit eine Mahlzeit für 1 Erwachsenen oder 2 Kinder. Um eine Leistungsmotivation zu gewährleisten, sollen höherwertige Banknoten sukzessive Trockengemüse und Trockenfleisch enthalten, und, jeweils unter erhöhtem Druck gepresst, mehr Menschen sättigen können.

Besser schmeckten die Banknoten – so Frank Berling, Leiter der Entwicklungskommission „Money-Cookie“ – mit Räucherlachs oder einem feinen Aufstrich aus getrüffeltem Kräuter-Frischkäse. Nicht nur hinsichtlich der geschmacklichen Bereicherung essbaren Geldes seien diese Zutaten ein empfehlenswertes Ergänzungsdetail. Warum der Afrikaner auf derlei Zutaten verzichtet ist derweil seit Jahrzehnten ein ungelöstes ein Rätsel der Kulturgeschichte. Aber, so betont Berling, „der Afrikaner isst seine Pommes Frites in der Regel ja auch ohne Mayonnaise. Das muss man nicht verstehen.

Dokumentation „Konzerne als Retter?“ (von Arte)
Nestlé und das Wasser (Kurzbericht des ARD-Weltspiegels)
Dokumentation „Wem gehört das Wasser (von WDR – die story)